Alte Rittergeschlechter, Adelsfamilien und Patrizier haben in der Region Ulm – auf der Schwäbischen Alb genauso wie an Donau und Iller – eindrückliche Spuren hinterlassen. Im frühen Mittelalter erbauten Ritter wie die Herren von Rechtenstein, von Kirchberg oder von Neuffen ihre Herrschaftssitze, die als romantische Burgruinen zum Beispiel im Großen Lautertal oder hoch über Blaubeuren erhalten geblieben sind und prächtige Ausblicke bieten.

Aus der Renaissance bis zum Barock gibt es viele kleine und große Schlossbauten. Ulmer Patrizier wie die Ehinger, Besserer oder Schad leisteten sich links und rechts der Donau kleine Landsitze als Sommerresidenzen. Reiche Kaufmannsfamilien wie die Fugger (Weißenhorn und Oberkirchberg) oder Vöhlin (Illertissen) sowie geistliche Herren (Schloss Mochental des Klosters Zwiefalten) ließen prächtige Schlösser erbauen, um ihre Bedeutung und Macht zu zeigen.